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3) MediData und die TrustCenter

Behauptung: MediData will die Datenparität verhindern und richtet sich gegen die TrustCenter.

 
Nein, ganz im Gegenteil. MediData befürwortet die Datenparität. Die Ärzteschaft soll über eigenes Zahlenmaterial verfügen. Deswegen hilft MediData den TrustCentern, indem sie eine Kopie der Rechnung ihrer Kunden auf Wunsch kostenlos in ein TrustCenter nach Wahl des Kunden einliefert. Und zwar nach den Richtlinien der TrustCenter. Rund die Hälfte der Ärzte, die mit MediData arbeiten, haben im Jahr 2010 eine Einlieferung an das TrustCenter via MediData vorgenommen. Mit dieser Dienstleistung ist MediData einer der grössten Lieferanten von Abrechnungsdaten an die TrustCenter. Im Jahr 2010 hat MediData rund 2.4 Mio. elektronische Rechnungen an die 12 TrustCenter weitergeleitet.
  

Behauptung: Die TrustCenter waren die Pioniere auf dem Gebiet der elektronischen Leistungsabrechnung.

 
Nein. Die Versicherer haben MediData zum Zweck der Einsparung von Administrativkosten vor über 17 Jahren gegründet. Diese weitsichtige Investition in beträchtlichem Umfang soll möglichst breitflächig genutzt werden. Im Gegensatz zu den TrustCentern ist das System von MediData eine Lösung für das ganze Gesundheitswesen. Für einen Versicherer macht es deshalb aus wirtschaftlichen Überlegungen Sinn, den Rechnungsverarbeitungsprozess mit allen Leistungserbringern in gleicher Art und Weise und mit einer Schnittstelle zu versorgen.
 
Die TrustCenter wurden gegründet, damit die Ärzte über eigenes Zahlenmaterial (Statistiken) verfügen. Dies, um eine Gegendarstellung zur Statistik der Santésuisse zu haben.

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