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Dr. med. Gustav Ott, Facharzt für Allgemeinmedizin, Domat/Ems

Der Patient ist in erster Linie Mensch

Zeit zu haben für seine Patienten ist dem Allgemeinmediziner Gustav Ott in Domat/Ems GR wichtiger als umfangreiche Hightech-Ausrüstung – dafür gibt es schliesslich Spezialisten. Das hat er während seiner Jahre in Afrika gelernt. Die Administration überlässt er gerne seinen Praxisassistentinnen.

Dr. med. Gustav Ott und Praxisassistentin Karin Kramer.

Vier Jahre lang war der Graubündner Arzt Gustav Ott in Afrika im Einsatz, in den 1980ern in Zimbabwe, um genau zu sein. «Wir waren drei Ärzte, nur mit dem Nötigsten ausgestattet und zuständig für ein Gebiet mit 150'000 Einwohnern.» Da lerne man schnell, sich gut zu organisieren und pragmatisch vorzugehen. Einmal habe er beispielweise einen Kieferbruch mit Zaundraht und Gips fixiert, aus Mangel an Alternativen.

Wie stark ihn diese Jahre geprägt haben, merkt man noch heute, wenn man seine allgemeinmedizinische Praxis in Domat/Ems GR betritt: Die Einrichtung ist nicht der letzte Schrei von Möbel Pfister, die Bildschirmschoner zeigen Zebras und Löwen, der Doktor selbst trägt Bart, er strahlt gleichermassen wohltuende Gelassenheit und ansteckenden Schalk aus. Seine Medizinischen Praxisassistentinnen nennt er auch mal «meine drei Chefinnen».

Den Computer sucht man vergebens

Hier steht der Mensch im Mittelpunkt, die Praxis versucht einen Rundum-Service anzubieten, quasi von der Wiege bis zur Bahre. «Wir machen in der Praxis das, was man mit vertretbarem Aufwand machen kann, das heisst auch etwas Kleinchirurgie oder Ultraschalluntersuchungen.» Als Arzt an der Schwelle zum Pensionsalter kann er auf viel Erfahrung zurückgreifen.

Fachtechnisch hält er sich immer auf dem neusten Stand. Er und seine Berufskollegen in der Region sind im Qualitätszirkel gut organisiert, man trifft sich regelmässig und «tauscht sich schonungslos aus», wie er sagt. Bei so viel «praktischem Alltag» erstaunt es nicht, dass sich Gustav Ott nur am Rande für die digitalen Hilfsmittel einer Arztpraxis interessiert: Die überlässt er lieber seinen Medizinischen Praxisassistentinnen. Einen Computer sucht man im Sprechzimmer vergebens.

Schnellere Abklärung zu einzelnen Patienten

Im Rahmen der regelmässigen Ärzte-Treffen war man sich seit Jahren einig, dass in der Regel mit Tiers garant abgerechnet wird. Trotzdem entschied sich Gustav Ott 2013, seinen Patienten die Wahl zwischen Tiers garant und Tiers payant zu überlassen – und installierte das Rechnungsprogramm von MediData. Damit ist Gustav Ott sehr zufrieden: «Einerseits können wir absolut problemlos und kostengünstig in beiden Tiers-Systemen abrechnen. Anderseits sparen wir mit der Leistungsabrechnung von MediData viel Zeit und Portospesen, weil das aufwändige Verschicken der Rechnungen nicht mehr nötig ist und Abklärungen zu einzelnen Patienten sehr viel schneller als früher möglich sind.» Hatte früher ein Patient zum Beispiel den Krankenversicherer gewechselt, dauerte eine Abklärung bis zu zehn Tage. «Jetzt haben wir in zwei Tagen Klarheit.»

Die Diskussion über die erhöhte Datentransparenz im Tiers payant kümmert Gustav Ott wenig: «Ich habe schon immer korrekt abgerechnet und bin grundsätzlich für Transparenz», sagt er.