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Dein Smoothie, dein Dosha: Ayurvedische Balance und Energie für deinen Alltag

Vitalität im Glas: Entdecke Smoothies, die wirklich zu dir passen

Smoothies nach dem Leitfaden des Ayurveda – ein Schluck Weisheit für Körper, Geist und Seele. In diesem Blogbeitrag führen wir dich in die Lehren des Ayurveda ein. Nadja Ernst von Food and Ojas erläutert, warum wir unsere Ernährung auf den Dosha-Typ abstimmen sollten. Und wie der richtige Smoothie eine Portion Gleichgewicht für deinen Tag sein kann. Nadja hat ihre Liebe für Ayurveda entdeckt, nachdem sie viele Jahre im Gastgewerbe und als Englischlehrerin tätig war. Heute lebt sie ihre Begeisterung aus und hilft anderen, durch Körperbewusstsein Wohlbefinden zu erlangen.

 

Praxisheldin: Was ist ayurvedische Ernährung und wie unterscheidet sie sich von anderen Ernährungsweisen?

Nadja Ernst: Ayurveda, das uralte Wissen des Lebens, ist ein Prisma, durch das wir seit bis zu 5000 Jahren die Gesundheit betrachten. Ayur steht für das Leben und Veda für das alte Wissen. Diese Weisheit zielt darauf ab, das Wohlbefinden in Harmonie mit Körper, Geist und Seele zu fördern. Wie könnte das besser gelingen als mit einer ausgewogenen Ernährung und einem bewussten Lebensstil? Der Unterschied zu anderen Ernährungsprogrammen liegt in der persönlichen Note: Hier steht deine individuelle Konstitution, bekannt als Dosha, im Vordergrund. Die sechs Geschmäcker – süss, sauer, salzig, herb, bitter und umami – sind die Bausteine, die auf jeden Typ abgestimmt werden. Weiter fokussiert man im Ayurveda auf die Verdauung, Agni, genannt. Ernährt man sich nämlich typgerecht, funktioniert diese einwandfrei. Ayurveda bedeutet aber auch, mit saisonalen und regionalen Produkten zu kochen, sich Zeit für die Mahlzeiten zu nehmen und dabei auf den eigenen Körper zu hören. Das heisst im Klartext: Wenn ich esse, dann esse ich. Das Handy macht Pause, die Arbeit sowieso und nebenbei einen Artikel lesen, ist ein No Go. All das erledige ich nach dem Essen.

 

Praxisheldin: Wie kann die ayurvedische Lehre dabei helfen, Smoothies je nach individuellem Dosha-Typ zu personalisieren?

Nadja Ernst: Im Ayurveda dreht sich alles um Individualität. Kenne deine Konstitution, und du kannst Zutaten wählen, die zu deinem Dosha passen. Ob du nun zum Vata-Typ gehörst, der die milden Geschmäcker bevorzugt, oder zum Pitta-Typ, der bittere Noten schätzt, oder gar zum Kapha-Typ, der von scharfen Zutaten profitiert – der Schlüssel liegt darin, durch die Ernährung ein Gleichgewicht zu schaffen. Damit du einen Eindruck zu den einzelnen Doshas bekommst, hier ein paar wenige Merkmale zu den einzelnen Typen:

  • Vata: eher klein oder gross und langgliedrig, sehr fein gebaut, muss eher darauf achten, dass sie/er sein Gewicht halten kann, neigt zu Trockenheit von Augen, Haaren und Haut, ist in der Regel sehr agil, flink und gerne in Bewegung
  • Pita: eher durchschnittliche Grösse und Postur, kann durch das Feuerelement sein Gewicht sehr gut halten, ist ambitioniert, zielstrebig, bisweilen ungeduldig und durchsetzungsstark
  • Kapha: eher rundlich und schwerer gebaut, Frauen mit grossem Busen oder breiteren Hüften, liebt die süsse Note, nimmt aber schnell zu, ist sehr stabil, ausgeglichen, dadurch aber auch langsam,bedächtig

Mit der Ernährung gleicht man den vorherrschenden Typen aus. Sprich, hat jemand viel Kapha und isst viel Süsses, macht das diese Person träger. Wobei ein Pita-Typ auf viel Scharfes oder Saures eher verzichten sollte, da das seine Ungeduld anfeuert. Und der Vita-Typ ist gut bedient, wenn er Bitteres oder Scharfes nicht in rauen Mengen geniesst, da er sonst zum Beispiel eher friert.

 

Praxisheldin: Warum sind gerade Smoothies eine gute Option für Menschen, die wenig Zeit für ein ausgewogenes Mittagessen haben?

Nadja Ernst: Mittags, wenn die Sonne ihren Zenit erreicht, ist unsere Verdauung auf dem Höhepunkt ihrer Kräfte – und genau dann ist auch die optimale Zeit für einen Smoothie. Denn diese, oft aus rohen Zutaten bestehenden, Drinks beanspruchen unsere Verdauung. Auch wenn sie ein schneller Weg sind, um eine Fülle von Nährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe) zu sich zu nehmen, würde ich sie nur punktuell als Mahlzeiten-Ersatz in Betracht ziehen. Zumindest nach ayurvedischer Lehre. Das möchte ich betonen. Fakt ist, Smoothies sind im Handumdrehen zubereitet. Weniger ist mehr, lautet die ayurvedische Regel für Zutaten. Eine Hauptfrucht oder ein Hauptgemüse sind ausreichend und bekömmlich für deine Verdauung.

 

Praxisheldin: Welche spezifischen Zutaten empfiehlst du für einen energiesteigernden ayurvedischen Smoothie und warum?

Nadja Ernst: Für das Vata-Dosha sind Smoothies mit Bananen oder Beeren in Kombination mit Zimt und Ingwer sowie Mandelmilch (Reis- oder Hafermilch geht auch) wahre Seelenwärmer. Für den Pitta-Typ sind kühle Zutaten wie Gurken und Minze, Koriander, Spinat in Kombination mit Kokosnusswasser die Retter in der Not. Und das Kapha-Dosha? Das freut sich über eine Kombination aus Apfel, Ingwer, Pfeffer, Kurkuma, Zitrone und frischen Kräutern, angereichert mit Mandelmilch – einfach unwiderstehlich! Ein ganz wichtiger Hinweis für dich: Nach ayurvedischer Lehre sollten wir gut temperierte Mahlzeiten essen. Geniesse die Smoothies deshalb nie direkt aus dem Kühlschrank. Besser ist sogar, wenn du etwas warmes Wasser dazugibst, bevor du dein Mittagessen trinkst oder kaust. Du lachst. Aber ja, einen Smoothie kann man auch kauen. Das ist sogar gesund. Weil du dir so mehr Zeit nimmst und dein Agni, sprich deine Verdauung, sich freut.

 

Praxisheldin: Hast du für uns ein paar einfache Rezepte für Smoothies zur Hand, die schnell zubereitet werden können und dennoch den ayurvedischen Prinzipien entsprechen?

Nadja Ernst: Absolut! Ich habe dir für jeden Typen ein Rezept mitgebracht.

 

  • Vata: eine reife Banane, (oder Apfel, Birne), eine halbe Tasse gekochte und gekühlte Haferflocken, eine halbe Tasse Mandelmilch, ein Esslöffel Mandelbutter. Das gibst du alles in einen Mixer und schmeckst den Smoothie mit Zimt ab.
  • Pita: einige frische Gurkenscheiben, eine halbe Tasse Kokosnusswasser, eine Handvoll frische Minzblätter, nach Gusto eine süsse Frucht, ein Teelöffel Kokosnussöl (hat kühlende Eigenschaften), alternativ eignet sich auch Rapsöl. In den Mixer damit und geniessen.
  • Kapha: eine frische Birne oder Beeren (bei den Früchten darauf achten, dass sie nicht zu mastig sind), Ingwer, ein Teelöffel Kurkuma-Pulver und eine Prise Pfeffer, Saft von einer halben Zitrone, Tasse Mandelmilch. Das alles gemixt gibt einen wunderbar belebenden Smoothie für den Kapha-Typen.

 

Du siehst, alle Rezepte sind im Einklang mit dem Credo: Weniger ist mehr. Und zudem habe ich noch einen Hinweis zum Kochen mit Kokosfett oder -öl. Das ist gerade bei vegan lebenden Menschen sehr populär. Du musst wissen, Kokosfett wirkt stark kühlend, was gerade für Vata-Typen nicht ideal ist.

 

Praxisheldin: Welche Tipps hast du für uns, um die Zubereitung von Smoothies in einen getakteten Arbeitsalltag zu integrieren?

Nadja Ernst: Organisation ist das A und O. Und da seid ihr Praxisheldinnen ja wahre Talente. Bereite am Vorabend alles zu. Dann brauchst du die Zutaten am Morgen nur noch zu mixen. Wähle einfach Rezepte und ergänze sie mit ayurvedischen Gewürzen wie Ingwer, Zimt, Kurkuma, Pfeffer, Kardamom. Wenn die Zubereitung zu einer Routine wird, integrierst du sie automatisch und ohne grosses Nachdenken in deinen Tagesablauf. Doch um drei Dinge bitte ich dich, bei all der Routine. Gönn dir auch in einem getakteten Tag eine Essenspause und geniesse deine Lebensmittel, deine Nahrung mit Bedacht. Mixe nicht zu viele Zutaten. Auch hier geht es um Balance! Und zu guter Letzt: Probiere aus, variiere mit den Ingredienzen und beobachte deinen Körper. Damit du wahrnimmst, was dir bekommt und was nicht.

 

Praxisheldin: Wow! Ich habe richtig Appetit auf gesunde Smoothies und die ayurvedische Ernährung bekommen. Das geht allen anderen vermutlich auch so. Dürfen wir dir Fragen stellen, wenn welche auftauchen?

Nadja Ernst: Auf jeden Fall und von Herzen gerne! Ich biete auch Online-Beratungen an, in denen wir dein Dosha-Typ ermitteln. Mehr Informationen findet ihr auf meiner Website www.food-and-ojas.ch

 

Du hast es gelesen, liebe Praxisheldin. Fragen kannst du direkt an Nadja Ernst stellen. Und für mehr Tipps rund um Gesundheit und Wohlbefinden folge uns auf Praxisheldinnen by MediData (@praxisheldinnen) • Instagram-Fotos und -Videos.

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