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Zähne lieben Streicheleinheiten!

Für dein mundgesundes Leben.

Am 9. Februar ist der Tag des Zahnschmerzes – ein fragwürdiger Feiertag. Doch tatsächlich belegt Karies auf der Schmerzliste den 1. Rang. Eine zweifelhafte Ehre. Denn ein sauberer Zahn ist automatisch auch ein gesunder Zahn. Das beweist: Obwohl wir Zähne putzen, hapert es mit der Zahngesundheit. Meist, weil wir unsere Zähne nicht korrekt putzen und falsche Utensilien im Einsatz haben. Franka Baranovic Huber von Curaden nimmt uns zum Thema Mundgesundheit an der Hand und erklärt, wo wir ansetzen können.

 

Praxisheldin: Der 9.2. ist der Tag des Zahnschmerzes. Zahnschmerz ist etwas, das wir uns alle definitiv nicht wünschen. Welche generellen Zahntipps hast du für uns parat?

Franka Baranovic Huber: Verwende neben der Zahnbürste auch Interdentalbürsten! Die meisten Menschen benutzen ihre Zahnbürste und eine Zahnpaste mit Fluoriden zwar täglich, oft auch mehrmals, doch sie vergessen die Zahnzwischenräume. Ich empfehle, dass man sich auch auf diese konzentriert und sie mit angepassten, durch eine zahnmedizinische Fachperson empfohlene, Interdentalbürsten reinigt. Weil da am häufigsten Karies und Parodontalerkrankungen entstehen.

Lerne, wie du deine Zähne richtig pflegst! Die Mehrheit der Menschen reinigt die Zähne nicht richtig, sondern schrubbt gedankenlos über deren Oberfläche, schrammt das Zahnfleisch. Damit kann man mehr Schaden anrichten, als einem bewusst ist. Eine zahnmedizinische Fachperson kann dich beraten, welche Geräte für deine Zähne optimal sind. Und sie übt mit dir, wie du die Bürste richtig ansetzt, sie korrekt bewegst, mit welchem Druck und welcher Technik du die Zähne putzt. Dieses Coaching sollte keine einmalige Angelegenheit sein. Denn du musst spüren und erfahren, wie du die 32 individuellen Persönlichkeiten in deinem Mund massgeschneidert pflegen kannst.

Raus aus dem Autopiloten! Oft stehen wir gelangweilt im Badezimmer und rasen gedankenverloren mit der Zahnbürste durch unseren Mund, mehr schlecht als recht. Wenn du deine Zähne putzt, dann tue das mit Bedacht. Schlendere dabei gerne auch durch deine Wohnung, ohne Blick auf den Sekundenzeiger. Denn die allgemeingültige Faustregel von zwei Minuten greift zu kurz. Deine Zähne sind dann sauber, wenn du mit der Zunge über die Oberfläche fährst und sich alles glatt anfühlt. Doch Achtung! Viele Zahnpasten sind sehr stark und anästhesieren“ die Zunge, was deren Tastsinn beeinflusst. Deshalb empfehle ich sanfte Zahnpasten, wenig schäumend, ohne SLS und ohne aggressive Wirkstoffe wie zum Beispiel die Be You. Meine Lieblingszahnpaste ist die Enzycal 1450 von Curaprox.

 

Praxisheldin: Ihr schreibt auf eurer Website «Gesund durch einen gesunden Mund» sei euer Ziel. Gesundheit ist voll mein Thema. Wieso beginnt Gesundheit im Mund?

Franka Baranovic Huber: Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und allgemeiner körperlicher Gesundheit. Jeder Zahn ist von Zahnfleisch umgeben und damit von unzähligen kleinsten Blutgefässen. In unserem Mund, auf den Zähnen sowie in unserem ganzen Körper tummeln sich unzählige Bakterien, was per se gut ist. Denn diese Bakterien haben vielfältige Aufgaben. Zum Beispiel ermöglichen sie die Verdauung, produzieren Enzyme oder schützen unsere Haut. Ausserdem erziehen sie unser Immunsystem, damit dieses schädliche Bakterien erkennt und bekämpft. Vernachlässigt man die Zahnhygiene, sammeln sich diese Bakterien als Biofilme an. Sie organisieren sich und können Schäden anrichten, wenn sie durch die feinen Blutgefässe in den Blutkreislauf gelangen. Man weiss heute, dass die Parodontitis die Anfälligkeit für bestimmte systemische Erkrankungen erhöht und deren Verlauf ungünstig beeinflussen kann. Dazu gehören beispielsweise Diabetes, Lungenentzündungen, Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Gelenkentzündungen. Deshalb ist die mechanische Plaque-Kontrolle so wichtig.

 

Praxisheldin: Wir sind berufstätig und essen oft nicht zu Hause. Manchmal verschlingen wir sogar eine Mahlzeit in der Pause zwischen zwei Patienten. Da geht das Zähneputzen gerne mal vergessen. Ist das ein No-Go?

Franka Baranovic Huber: Wir haben vorher über Bakterien und Keime gesprochen. Diese werden nach 24 bis 48 Stunden gefährlich, weil sich nach dieser Zeit der Biofilm organisiert. Das bedeutet: grundsätzlich reicht einmal täglich gründliches Zähneputzen aus. Mit gründlich meine ich so, wie ich bei der ersten Frage bereits ausgeführt habe. Ich putze jeden einzelnen meiner 32 Zähne seiner Oberfläche entsprechend und kümmere mich auch um die Zahnzwischenräume. Dieser Schutz ist effektiver, als wenn ich dreimal täglich im Autopiloten über meine Zähne fahre.

 

Praxisheldin: Herkömmliche Zahnbürsten und Zahnpastatuben sind sperrig und nicht sexy für die Handtasche. Habe ich Alternativen?

Franka Baranovic Huber: Die hast du. Zum Beispiel mit unserem Travel-Set. Das ist sehr kompakt und alle Utensilien sind in einer handlichen kleinen Box verpackt: eine zweiteilige Zahnbürste, eine Zahnpaste (Be You) sowie eine Interdentalbürste. Noch dazu gibt es das Set in stylishen Farben. Ich bin ausserdem ein Fan unserer Einbüschel-Zahnbürsten. Damit reinigt man Zahn für Zahn gründlich und pflegt das Zahnfleisch gleich mit, auch ohne Zahnpaste und Wasser. Wichtig bei deren Einsatz: Man muss die Solo-Technik beherrschen.

Praxisheldin: Welche Tipps hast du überdies zur Hand, wenn ich unterwegs keine Zeit für Zahnpflege habe?

Franka Baranovic Huber: Ganz ehrlich? Wir verbringen so viele sinnlose Minuten in den sozialen Medien, da ist «keine Zeit» eine faule Ausrede. Zähneputzen kann man immer und überall: auf der Zugfahrt, vor dem Fernseher, in der Ecke eines Sitzungszimmers. Da bietet sich unsere Einbüschel-Zahnbürste an oder auch die Pflege der Zahnzwischenräume mit einer Interdentalbürste. Solltest du tatsächlich keine freie Minute haben, iss einen Apfel, eine Karotte oder Sellerie. Das kann helfen, den Zahnbelag abzutragen. Mein Geheimtipp: Bist du zu einem Nachtessen eingeladen, putze deine Zähne vor dem Ausgehen gründlich. Wieder daheim kannst du unbesorgt direkt ins Bett fallen.

 

Praxisheldin: Kann ich beim Zähneputzen auch Schäden anrichten?

Franka Baranovic Huber: Natürlich. Defekte an Zahnhälsen oder weggebürstetes Zahnfleisch sind der Zahnärzte täglich Brot in der Schweiz. Selbst mit Zahnseide kann man Schaden anrichten und Schnitte im Zahnfleisch verursachen, wenn man sie nicht richtig anwendet.

 

Praxisheldin: Wie beuge ich dem am besten vor?

Franka Baranovic Huber: Ich betone noch einmal: Den grössten Schaden richten wir aus Nichtwissen und mangelndem praktischem Können an. Beratung ist wichtig. Beim Kauf von Zahnreinigungsutensilien genauso wie beim richtigen Zähneputzen. Meines Erachtens sollte unsere supersanfte Zahnbürste CS 5460 zur Grundausstattung in jedem Badezimmer gehören. Was nicht ausser Acht zu lassen ist: Die Art und Weise, wie wir unsere Zähne putzen sollten, ändert sich vom Kindes- ins Erwachsenenalter.

 

Praxisheldin: Gerade bei Zahnzwischenräumen und beim Übergang zum Zahnfleisch sammelt sich häufig Plaque (organisierte Biofilme) an. Wie gehe ich denen an den Kragen?

Franka Baranovic Huber: Der Zahnkragen umschliesst den Zahn in 360°. Den vorderen und hinteren Kragen erreichen wir mit unserer weichen Zahnbürste, wenn wir sie richtig einsetzen. Richtig heisst: das Borstenfeld der Zahnbürste in einem 45°-Winkel am Zahnfleisch ansetzen, die eine Hälfte der Borsten auf der Zahnhartsubstanz und die andere Hälfte auf dem Zahnfleisch. Für den Kragen zwischen den Zähnen sind Interdentalbürsten das beste und effektivste Mittel, um ihn zu putzen. Interdentalbürsten gibt es in verschiedenen Grössen und Formen. Auch hier gilt: beraten lassen und mit der richtigen Technik anwenden. Einmal täglich, einmal durch alle Zahnzwischenräume zu fahren, ist ausreichend, sofern du keine Parodontalprobleme hast und deine Zwischenräume intakt sind.

 

Praxisheldin: Nichts verzaubert so wie ein schönes Lachen, am liebsten mit perlweissen Zähnen. Ist das eine Modeerscheinung oder sind gesunde Zähne effektiv weiss?

Franka Baranovic Huber: Perlweisse Zähne sind definitiv eine Modeerscheinung. Natürliche, gesunde Zähne sind elfenbeinfarben. Zudem verändert sich die Farbe der Zähne über die Lebensjahre. Denn der Zahnschmelz baut ab und das Dentin wird sichtbarer. Strebst du aber tatsächlich nach „weissen Zähnen à la Hollywood“, solltest du dich an eine Zahnarztpraxis wenden.

 

Praxisheldin: Gibt es Getränke oder Nahrungsmittel, welche die Zähne verfärben?

Franka Baranovic Huber: Kaffee, Tee, Rotwein, Balsamico, Sojasauce, pigmentiertes Obst etc. kann die Zähne verfärben. Doch in einem gesunden Mass ist all das nicht schädlich, wenn du deine Zähne gut reinigst und dein Zahnschmelz intakt ist.

 

Praxisheldin: Man liest die wildesten Sachen, womit sich Zähne aufhellen lassen: Kurkuma, Zitronensaft, Backpulver. Was sagst du dazu und welche Alternativen gibt's?

Franka Baranovic Huber: Kurkuma in Kombination mit Kokosöl scheint sehr gesund für die Mundschleimhaut zu sein. Zu einer aufhellenden Wirkung gibt es aber keine wissenschaftlichen Belege. Backpulver wirkt aufhellend, weil die darin enthaltenen Partikel die Zahnoberfläche abschleifen. Auf lange Sicht verfärben sich die Zähne dann allerdings immer stärker, weil man durch den Abrieb den Zahnschmelz ruiniert. Mit Zitrone verhält es sich ähnlich. Die Säure löst den Zahnschmelz allmählich auf. Als gut verträgliche, sanft aufhellende Alternativen bieten sich Zahnpasten an. Etwa solche mit Aktivkohle (Blackiswhite) oder mit Glucose Oxydase (Be You). Letzters ist ein natürliches Enzym, das mit dem Zucker im Mund reagiert und im Speichel Wasserstoffperoxyd in geringer Konzentration erzeugt, welches zahnaufhellend wirkt. Auch mit sonischen Zahnbürsten kann man oberflächliche Verfärbungen beseitigen. Du siehst: Die perfekte, schonende Zahnhygiene ist das A und O für natürlich schöne Zähne und ein strahlendes Lächeln.

 

Übrigens: Informationen zu den Produkten von Curaprox findest du unter www.curaprox.ch

 

Liebe Praxisheldinnen. Noch mehr Tipps zur Zahngesundheit und für ein vitales Leben sowieso? Folge Praxisheldinnen by MediData (@praxisheldinnen). Am 13. Februar könnt ihr auf Instagram ausserdem eure Fragen zu gesunden und natürlich schönen Zähnen stellen. Die Expertin Franka Baranovic wird sie beantworten.

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Quelle: Curaprox

Quelle: Curaprox